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Stellungnahme zur
Presseerklärung von Vural
Öger vom 27.11.2004
Ein fairer Dialog setzt gewisse Standards an Wahrhaftigkeit
voraus, gegen die Sie mit ihrer Polemik gegen den BDB erheblich
verstoßen. Aus diesem Grund heraus ist es angebracht, einige
Richtigstellungen vorzunehmen.
- Der BDB achtet die
grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit, die der Islam
leider nicht kennt. Abgelehnt wird jedoch die Errichtung von
islamischen Machtsymbolen (orientalische Moscheen, Minarette,
Muezzinruf) und das Betreiben von Koranschulen. Darüber hinaus ist
der BDB dankbar, dass es mutige Wissenschaftler wie Herrn Dr.
Hans-Peter Raddatz gibt, die es wagen, den Islam einer kritischen
Analyse zu unterziehen. Auch wenn dies in Europa, wie der Fall in
Holland zeigt, mittlerweile lebensbedrohlich ist, da der Islam
keine innerislamische Kritik zulässt, bzw. Kritiker gnadenlos
verfolgt.
- Die von Ihnen
angesprochene Anzeige gegen Herrn Wolfgang Schrauth stammt von
zwei Muslimen und einem ehemaligen PDS-Abgeordneten. Eine
rechtliche Prüfung der örtlichen Staatsanwaltschaft hat ergeben,
dass die Anzeigen auf erwiesenen Falschdarstellungen beruhen.
Entgegen ihrer Unterstellung, gibt es zwischen dem BDB und der NPD
keinerlei Verbindungen. Nach der Satzung des BDB ist eine
gleichzeitige Mitgliedschaft im BDB und in einer vom
Verfassungsschutz beobachteten Partei grundsätzlich
ausgeschlossen. Auf der von Ihnen angesprochenen Versammlung in
Achim waren tatsächlich zahlreiche Rechtsextremisten anwesend,
nämlich gut organisierte türkische Nationalisten, die versuchten,
die freie Meinungsäußerung zu behindern.
- Auf entschiedenen
Widerspruch des BDB stößt das in Ihrer Pressemitteilung offenbarte
Demokratieverständnis, nachdem offenbar nur solche Parteien als
demokratisch bezeichnet werden, die für den EU-Beitritt der Türkei
sind. Es dürfte Ihnen wohl nicht entgangen sein, dass sowohl die
FDP als auch die Unionsparteien einen Beitritt ablehnen. Vor dem
Hintergrund der gravierenden Diskriminierung der Christen in der
Türkei lehnt auch die Mehrheit der Vertreter der christlichen
Kirchen einen Beitritt entschieden ab, wie z.B. Kardinal Karl
Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Wie
regelmäßige Umfragen ergeben, ist auch die überwältigende Mehrheit
der Bundesbürger gegen einen EU-Beitritt der Türkei. Ihr
Demokratieverständnis macht uns große Sorge, da aus ihm der Geist
eines nationalistischen Islam spricht, der die heutige Türkei
prägt und leider auch die türkischstämmigen Politiker in
Deutschland. Die Ablehnung eines Türkei-Beitritts hat nichts mit
Fanatismus zu tun. Ihre Unterstellung von Fanatismus gegenüber
Andersdenkenden zeigt aber, wie weit Sie noch von einem
europäischen Verständnis von Demokratie entfernt sind.
- Entgegen Ihrer
Behauptung hat der Bürgermeister von Thannhausen nie den BDB dafür
verantwortlich gemacht, dass mittlerweile „der Islam als Synonym
für Terrorismus gilt“. Die Praxis des Islam selbst und dessen
Propagierung von Gewalt durch den Koran und dem Vorbild Mohammeds hat dazu geführt, dass nach einer Studie des
Allensbach-Instituts weit über 80% der Bundesbürger den Islam
mittlerweile mit Gewalt in Zusammenhang bringen.
- Ihre Unterstellung von
einer „Politik vom Untermenschen“, in der sie in schamloser Weise
die deutsche Vergangenheit für ihre Zwecke zu instrumentalisieren
versuchen, ist eigentlich nicht erwiderungswürdig. Dennoch muss in
diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, dass es der heutige
Islam ist, der noch im 21. Jahrhundert eine Klassifizierung von
Menschen in „gut“ und „böse“ vornimmt: hier die Muslime, dort die
„Ungläubigen“, die nach dem Koran getötet werden dürfen und die im
Jenseits die Hölle erwartet. Wie intensiv Sie ihre eigenen
Antriebe und Denkmuster auf andere projizieren, zeigt ihre
Aussage, die Sie vor kurzem an Ihre Landsleute richteten: „Das,
was Kamuni Sultan Süleyman 1529 mit der Belagerung Wiens begonnen
hat, werden wir über die Einwohner, mit unseren kräftigen Männern
und gesunden Frauen, verwirklichen.“ (Hürriyet) Dieser Ausspruch
offenbart nicht nur den legendären Herrschaftsanspruch eines
Koran-Islams, er verdeutlicht auch ihr religiös-rassistisches
Anliegen, nämlich eine vermeintliche „deutsche Volksgemeinschaft“
durch eine türkische Volksgemeinschaft zu ersetzen, die Sie
zukünftig anstreben: „Im Jahr 2100 wird es in Deutschland 35
Millionen Türken geben. Die Einwohnerzahl der Deutschen wird dann
bei ungefähr 20 Millionen liegen.“ (Hürriyet)
Die breite öffentliche Diskussion in den
letzten Wochen und Monaten hat gezeigt, dass es in Europa möglich
ist, auch die Schattenseiten des Islams anzusprechen und dies auf
ein wachsendes Interesse der europäischen Bürger stößt. Diese für
Sie wohl unangenehme Entwicklung lässt sich nicht vermeiden und sie
gibt Ihnen nicht das Recht Organisationen als „extremistisch“ zu
diffamieren, die für Demokratie und Menschenrechte einstehen und die
Werte der europäischen Aufklärung verteidigen. Europa hat auf dem
Weg zu einer menschenwürdigen Freiheit eine lange schmerzhafte
Entwicklung hinter sich, die dem hiesigen Islam nicht erspart werden
kann, wenn er sich als „europäisch“ verstehen will.
Bundesvorstand des BDB
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