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BDB-Presseerklärung zum Film "Paradise Now"



"Der Schwächling und der Held"  von Matthias Küntzel in "Die Jüdische"   05.10.05 
Filmrezension über "Paradise Now", den Film über die beiden palästinensischen Selbstmordattentäter.

www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=44
 

 

 

Wertheim, den 05.10.05

Pressemitteilung zum Film "Paradise Now"

    

BDB schließt sich Protest gegen Palästinenserfilm an

Jüdische Organisationen aus Frankfurt/M. haben am Donnerstag,  29.9.05 zu einer Protestaktion vor dem Berger Kino gegen den 
palästinensischen Film "Paradise now" aufgerufen. Ihrer Meinung 
nach wird in diesem Film über zwei Selbstmordattentäter allein 
Israel für die verfahrene Situation im Nahen Osten verantwortlich 
gemacht sowie die Tötung von Juden legitimiert. 

Dieser Protestaktion haben sich auch Mitglieder des BDB und 
Exilchristen aus islamischen Ländern angeschlossen. Sie entrollten 
ein Transparent mit der Aufschrift "Die Toten mahnen: Keine 
Verharmlosung von Islamterror". Gleichzeitig forderten sie den 
Kinobesitzer auf, den islamkritischen Film "Submission" von Theo 
van Gogh zu zeigen. Der Slogan fand nicht nur bei den Ausrichtern 
des Protestes, der "Zionistischen Organisation Frankfurt", sowie 
des "Jüdischen Studentenverbandes Hessen", Anklang, auch der 
Kinobesitzer zeigte sich beeindruckt und hätte kein Problem damit, 
van Goghs Streifen im Vorprogramm zu zeigen. Allerdings hat 
bisher kein Verleih den Film im Angebot - offenbar aus Angst vor 
Islamterror.  

Der Film "Paradise now" versucht eine Gratwanderung zwischen 
palästinensischem Patriotismus und der menschenverachtenden 
Motivation von Selbstmordattentätern, indem er einerseits 
Verständnis für deren Ziele weckt, gleichzeitig aber auch die 
Hauptakteure ironisch beleuchtet, wenn sie in Slapstick-Manier ihre
Märtyrertestamente verlesen. Angesichts von mehr als 5000 Toten, 
die dieser Wahnsinn allein in den letzten Jahren verursacht hat, ist 
nach Auffassung des BDB jedes "Herumgemenschel" hier absolut 
fehl am Platz. Selbstmordattentäter in einer Art "Opferrolle" zu 
zeigen, ist darum geradezu eine Verhöhnung ihrer wirklichen 
Opfer. Da hilft auch keinerlei Ironie weiter, sondern schlägt 
unweigerlich in Zynismus um.        

 

 

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